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kreativ W U N D E R - Franz Lauter
Jubiläum-kreativwunder
M e n u
P

 

Creative VIP: Franz L. Lauter

 

VORSTELLUNG:

Franz L. Lauter ist Küchenchef eines Restaurants namens Venus, das in in einem echten Schloss liegt. Nordkirchen oder auch "Westfälisches Versailles" genannt, beheimatet es die Stätte der hohen Kochkunst und ist im schönen Münsterland gelegen. Es gibt eine Küche der Superlative - höchst innovativ, einzigartig und kompetent. Ein besonderer Ort der und für die Kunst.

Lauter, der gebürtige Pole, hat eine Ausbildung als Koch in seiner Heimat gemacht und arbeitete unter anderem auch in Frankreich, wo er bei Pierre Gärtner das Kochen "abguckte", wie er selbst sagt. Später in Deutschland in seinem ersten Restaurant „Schloss Schwansbell“ in Lünen, gab es einen Michelin Stern für die geleistete Kochkunst. Er ist stolze 49 Jahre mit seiner Frau Hanna verheiratet, reist gerne und ist als Fotograf, Tänzer und vor allem Maler kreativ tätig, seine gemalten Werke kann man auch in seinem Restaurant bewundern. Er ist vielseitig durch und durch.

Selbst mit 69 Jahren ist er oft agiler als so manch vermeintlich Jugendlicher! Die sympathisch heitere Art ist neben seinem originellen kaputten Hut sein Markenzeichen...

 

I N T E R V I E W

 

 

Fragen von Rolf Mahler: RM Frage: 

     kreativwunder:  

 

Wann und wie haben Sie Ihre Künste entdeckt und gewusst, davon leben zu wollen?

  Meine Lieblingsbeschäftigung in der Kindheit war das Zeichnen und Malen. Als ich etwa 10 - 11 Jahre alt war, hatten Spielkameraden meine Zeichnungen auf der Strasse den Fussgängern angeboten und schafften es , diese für 5.00 zl pro  Stück zu verkaufen. Danach gab es für alle beteiligten Verkäufer und den „Künstler“ eine Eisparty. Über die Möglichkeit, davon den Lebensunterhalt zu bestreiten, hatte ich nie nachgedacht. Malen ist für mich ein Bedürfnis wie Atmen.

 

Verraten Sie bitte das Geheimnis Ihres Hutes – ein Zeichen der Kunst?

  Die übliche Kochmütze der 80-ger Jahren fand ich langweilig und unpraktisch. Aus dem ersten Familienurlaub auf Mallorca habe ich einen Schwarzen Strohhut mitgebracht. Den fand ich viel romantischer und individueller. Der Hut war nach einigen Monaten schon abgenutzt, ohne den Deckel. Ich habe den mit Büroklammern zusammen gehalten. Die Gäste fanden es toll.

Bei dem späteren Verleih des Michelin Sterns war ich auf dem Gruppenfoto sofort sichtbar, nicht nur durch den Schwarzen Hut , aber auch , weil alle Traditionalisten mich für einen Sonderling hielten, und deswegen auf Distanz zu mir gingen. Bei der Vorstellung der Köche wurde ich  „Künstler Monsieur Chapeau“ genannt und der zuvor gehaltene Abstand wurde danach kleiner.

Den zweiten, echten Panamahut habe ich von den Gästen geschenkt bekommen und fast für eine Ohnmacht gesorgt , als ich den nach fünf Minuten mit ausgeschnittenem Deckel modelliert, präsentierte. Vor weiteren Vorwürfen und bösem Blut, hatte mich nur die gute Begründung meiner Tat gerettet. Jede Künstler, auch Koch-Künstler, braucht eine direkte Verbindung zum Himmel.

 

Sind Sie ein Frauenheld; mit Humor, Kochen und Kunst besitzen Sie die besten Voraussetzungen?

  Ich bin ehe Schüchtern. Zwar bewundere ich gerne schöne Frauenkörper als Models beim Malen, aber bin auch wiederstandsfähig, beständig und meiner Grundschulliebe Hanna (seit 49 Jahre verheiratet) treu. Mit 11 Jahren habe ich sie um Ihre Hand gebeten. Zwar hatte sie damals nein gesagt, aber 10 Jahre später doch die Meinung geändert.

 

Souverän und deutlich sind Sie bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ der Sieger geworden – wie ging es hinter der Kamera zu?

  Vor und hinter den Kameras gleich. Jeder von uns wollte der erste sein, aber irgendwie mit viel Glück, bin ich es geworden. Es herrschte keine verbissene, kämpferische Atmosphäre. Wir versuchten, trotz der Müdigkeit gemeinsam Spass zu haben und kollegial zu bleiben.

 

Was war die „Les Artistes d'Art de Cuisine“ Bewegung?

  „Les Artistes da`Cusine“ was unser „Fünfer - Sterneköche Club aus dem Ruhrgebiet: Berthold Bühler, 2016 hatte es sein Residenz Restaurant in Essen geschlossen, Thomas Bühler, aktuell als Hofkoch bei …. in Osnabrück, Juan Amador, aktuell in Wien, Holger Stromberg , Koch der Nationalmannschaft... noch bis März 2017 und meine Wenigkeit, in Schloss Nordkirchen - ständig auf zwei Hochzeiten tanzend.

 

Koch, Unternehmer und Künstler (...), passt das wirklich zusammen?

  Selbstverständlich nicht. Auch nach 35 Jahren bin ich immer noch kein Kaufmann. Mein Glück ist bei dieser Fehleigenschaft des Charakters, dass meine Frau sich etwas schneller angepasst hat. Sonst wäre es fast schon tragisch geworden!

 

Ihr Spruch: „Die Esskultur im Fernsehen ist ein Drama" – wie meinen Sie das?

  Vielleicht hatte ich Pech, aber fast bei jeder Kochsendung hat mich gestört, dass die Köche  keine Grundregeln des guten Benehmens beachten oder nicht kennen. Mal sprechen sie mit vollgepacktem Mund, oder lecken den Löffel ab und rühren danach damit die Suppe um. Es ist nicht nur unappetittlich, aber auch unhygienisch!  Dem Gesprächspartner mittendrin im Satz unterbrechen, ärgert mich auch.

 

Welche Kochsendung im TV gefällt Ihnen außer „Mein Lokal, Dein Lokal“ am besten oder gar nicht und warum sind diese TV-Formate so erfolgreich?

  Ich habe nur wenig Zeit für TV. Entweder bin ich in der Küche oder im Atelier. Die Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ habe ich zuerst durch das Angebot mitzumachen, kennengelernt. Ich mag die Sendung mit Christian Rach oder auch mit Tim Mälzer. Leicht und Niveauvoll.

 

Was würden Sie davon halten, die Gerichte der Speisekarte in ihrer Art zu malen?

  Ich habe schon oft meine Gerichte gemalt. Stillleben mit Frikadellen, Fischen. Ich versuche es immer wieder z. B. Stillleben mit Käseauswahl.

 

Sind Sie gläubig - was meinen Sie passiert nach dem Sterben?

  Ja, ohne Glauben könnte ich nicht malen. Die Bilder, die mir wirklich gelungen sind, entstanden wie mit fremder Hand gemalt. Es existieren Kräfte, die man spüren, erahnen, aber nicht verstehen kann.

Ich war schon zwei Mal klinisch tot. Ich bin zurück gekommen, um ein Bild meines Lebens zu malen und ein himmlisches Gericht zu kochen. Ich hoffe, dass es mir noch gelingen wird...

Vielen Dank für das Interview.

 

 

Galerie

Mit automatischer Diafunktion (alle 7 Sek.)

 

Immer ein Besuch wert:

Lauter



© COPYRIGHT 22.03.2017 by kreativwunder
& Franz L. Lauter

 

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